Falschmeldungen zur US-Wahl

Mehr als die Hälfte glaubt mindestens einem Fake

Quelle: Tagesschau
Mehr als die Hälfte glaubt mindestens einem Fake
Bildquelle: Nick Youngson CC BY-SA 3.0 Alpha Stock Images, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Nach den US-Zwischenwahlen verbreiten sich Falschbehauptungen zu angeblichem Wahlbetrug. Dass das FBI bei einer Razzia in Houston mehr als 20.000 gefälschte Stimmzettel gefunden habe, ist unbelegt. Die Behörde dementiert den Einsatz. Auch ein Zitat, in dem der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton den Sieg des Demokraten James Talarico als unfair bezeichnet, ist gefälscht.

Laut einer repräsentativen NewsGuard-Umfrage glauben 54 Prozent der US-Amerikaner an mindestens eine von drei abgefragten Falschmeldungen. 64 Prozent der von NewsGuard erfassten Fälle entfielen auf Elon Musks Plattform X. Hinzu kommen russische Einflussoperationen.

Laut Forschern sollten manipulierte oder KI-generierte Videos demokratische Senatskandidaten in Texas, Maine und Ohio mit erfundenen Vorwürfen diskreditieren. Gewählt wurden dennoch alle drei. Solche Desinformation finde in einem nahezu „industriellen Maßstab“ statt, so CeMAS-Expertin Julia Smirnova. Ziel sei, das Vertrauen in das politische System zu untergraben. Die Wirkung auf Wahlentscheidungen lässt sich nur schwer messen.