Tag der Deutschen Einheit

Mehr als ein Vierteljahrhundert deutsche Wiedervereinigung: Von Jubel zu Ernüchterung

Quelle: Die Zeit
Mehr als ein Vierteljahrhundert deutsche Wiedervereinigung: Von Jubel zu Ernüchterung
Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 183-1990-1003-400 / Grimm, Peer / CC-BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Zum Tag der Deutschen Einheit ist die einst zuversichtliche und hoffnungsvolle Grundstimmung über die Jahre einer zunehmenden Desillusionierung gewichen. Die Jahresberichte zum Stand der deutschen Wiedervereinigung spiegeln oft wenig tatsächlichen Fortschritt wider. In realen Zahlen, Daten und Fakten besteht die Trennung zwischen Ost- und Westdeutschland fort.

Der Herbst 2016, mit dem verstärkten Aufkommen der asylfeindlichen Pegida-Bewegung von Dresden aus, hat auch ein Licht darauf geworfen, wie sehr das Land noch immer von Missverständnissen, Problemen und Unversöhnlichkeiten geprägt ist. Ein unverstellter und unideologischer Blick auf unterschiedliche Lebenswirklichkeiten in Ost und West trägt zur Differenzierung bei.

Die deutsche Wiedervereinigung ist noch lange nicht abgeschlossene Sache. Deshalb muss der Tag der Deutschen Einheit mehr sein als eine Veranstaltung aus bloßer Pflichtschuldigkeit.