Demokratieaktivist
Nach spektakulärer Flucht: Kritiker aus China erreichte Kanada
Nachdem der chinesische Regierungskritiker Dong Guangping zunächst aus China nach Südkorea geflohen war, erreichte er nun die Stadt Toronto in seinem Wunschland Kanada. Der Menschenrechtler hatte seit 2015 versucht, China zu verlassen. Ende Mai hatte er nach einer 30-stündigen Überfahrt in einem motorisierten Schlauchboot Südkorea erreicht. Wie es für ihn von dort weiterging, war allerdings lange ungewiss. Ein Antrag auf Untersuchungshaft für Dong wegen illegaler Einreise wurde zwar abgewiesen, dennoch wurde er nach eigenen Angaben zunächst in ein Zentrum für Geflüchtete nahe der Hauptstadt Seoul gebracht.
Dong diente bis 1999 als Polizist in China. Er wurde aus dem Dienst entlassen, weil er zum 10. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratieproteste am Tian’anmen-Platz eine öffentliche Petition unterschrieben hatte. In den folgenden Jahren wurde er immer wieder von chinesischen Behörden wegen seines Aktivismus verhaftet.