Rechtsextremismus
Neonazi Liebich soll an Deutschland ausgeliefert werden
Das tschechische Landgericht Plzeň hat die Auslieferung der Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich (ehemals Sven Liebich) nach Deutschland angeordnet. Dort steht für Liebich eine Haftstrafe an: Das Amtsgericht Halle hatte die Person 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von anderthalb Jahren ohne Bewährung verurteilt. Sowohl Berufung als auch Revision scheiterten.
Nachdem Liebich 2025 den Haftantritt versäumt hatte, wurde die Person erst deutschland- und später europaweit gesucht. Anfang April erfolgte schließlich die Festnahme an der deutsch-tschechischen Grenze, woraufhin Liebich in tschechische Haft kam.
Die Entscheidung über die Auslieferung ist noch nicht rechtskräftig. Sobald dies der Fall ist, soll die Übergabe an die deutschen Behörden und die Überführung in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz erfolgen.