Zehntausende erreichen spanische Exklave

Neue Migrationsdebatte erinnert an 2015

Quelle: Die Zeit
Neue Migrationsdebatte erinnert an 2015
Bildquelle: unsplash Sébastien Goldberg

Internationale Medien sehen die Lage in der spanischen Exklave Ceuta als Belastungsprobe für Spanien und die Europäische Union. Rund 50.000 Menschen waren dort angekommen, viele von ihnen wurden kurz darauf nach Marokko zurückgebracht. Mehrere Zeitungen kritisieren, dass Spanien auf den Zustrom nicht vorbereitet gewesen sei und andere EU-Staaten zunächst mit Vorwürfen statt mit Unterstützung reagiert hätten. Zugleich wird Marokko beschuldigt, Migration als politisches Druckmittel einzusetzen. Medien aus den USA, Großbritannien und Frankreich ziehen Parallelen zur Migrationskrise von 2015. Rechte Parteien und US-Präsident Donald Trump hätten die Bilder genutzt, um vor einer angeblichen neuen Migrationswelle zu warnen. Dabei sei die irreguläre Migration nach Europa zuletzt insgesamt zurückgegangen.