Transportkosten könnten weiter steigen
Niedrigwasser wird zum neuen Inflationstreiber
Das Niedrigwasser auf Rhein, Donau und Elbe könnte die ohnehin schwache deutsche Wirtschaft erheblich belasten. Das Institut der deutschen Wirtschaft rechnet mit bis zu 0,4 Prozentpunkten weniger Wachstum. Binnenschiffe können vielerorts nur noch wenig Ladung transportieren, in Köln ist der Schiffsverkehr bereits zum Erliegen gekommen. Besonders betroffen sind die Chemie-, Stahl- und Mineralölindustrie, die auf Rohstofflieferungen über die Flüsse angewiesen ist. Andere Transportwege können die Ausfälle kaum auffangen: Allein für Benzin und Diesel wären täglich etwa 3.000 zusätzliche Tanklaster nötig. Höhere Transportkosten könnten zudem Kraftstoffpreise und Inflation weiter steigen lassen. Wie groß die Schäden am Ende ausfallen, hängt davon ab, wie lange Trockenheit und niedrige Pegelstände anhalten.