Gewalt im Westjordanland
Palästinensische Familien sollen Häuser verlassen
Im Westjordanland hat die israelische Armee rund 20 palästinensische Familien aufgefordert, ihre Häuser in Kusra zu verlassen. Zuvor hatten extremistische israelische Siedler mehrere Häuser seit Sonntag blockiert und Bewohner am Verlassen des Ortes gehindert. Soldaten und Polizisten räumten inzwischen Zelte illegaler Außenposten und nahmen einen Siedler fest, mehrere blieben jedoch vor Ort. Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit längerem, dass israelische Sicherheitskräfte bei Angriffen von Siedlern häufig nicht ausreichend eingreifen. Nach Angaben der UN wurden in diesem Jahr bereits mehr als 1.430 Vorfälle mit Verletzten oder Sachschäden registriert. Auch US-Botschafter Mike Huckabee verurteilte die Gewalt in Kusra scharf und bezeichnete die verantwortlichen Siedler als Terroristen.