Ewigkeitschemikalien

PFAS im Trinkwasser

Quelle: Deutschlandfunk
PFAS im Trinkwasser
Bildquelle: Mateusz Konieczny, CC0, via Wikimedia Commons

Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind rund 10.000 industriell hergestellte, organische Verbindungen. Durch extrem stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindungen sind sie hitze-, fett- und wasserabweisend. Sie stecken in vielen Alltagsprodukten wie Regenkleidung, Anti-Haft-Pfannen, Kosmetik und Verpackungen.

Das Problem: Als „Ewigkeitschemikalien“ bauen sie sich in der Umwelt kaum ab und reichern sich überall an. Menschen nehmen PFAS über Nahrung, Haut und Trinkwasser auf. Einige Verbindungen sind krebserregend und schädigen Organe, das Immunsystem sowie die Fruchtbarkeit. In Deutschland gibt es bereits Belastungs-Hotspots (z. B. Altötting, Flughafen Düsseldorf, Rastatt).

Trinkwasser-Grenzwerte allein lösen das Problem laut Expert:innen nicht. Zielführender sei laut Jochen Kuckelkorn vom Umweltbundesamt ein Herstellungs- und Nutzungsverbot. Da die Industrie verbotene Stoffe (wie PFOA und PFOS) oft durch ähnlich schädliche Ersatzstoffe ersetzt, haben Deutschland und vier weitere europäische Staaten einen Vorschlag für ein EU-weites Verbot der gesamten PFAS-Gruppe erarbeitet. Dieser wird aktuell von der Europäischen Chemikalien-Agentur geprüft.