Russland
Politischer Mordverdacht in Polen
Nach der Ermordung des russischen Exilkünstlers und Karikaturisten Semjon Skrepezki in Ostpolen haben die Behörden einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann besitzt einen georgischen Pass und könnte laut dem polnischen Regierungschef Donald Tusk an der Tat beteiligt gewesen sein. Skrepezki war am Montag auf offener Straße mit fünf Schüssen getötet worden. Er lebte seit 2021 im polnischen Exil und galt als deutlicher Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin und der russischen Regierung. Tusk sprach von starken Hinweisen auf einen politisch motivierten Mord. Sollte sich eine Beteiligung Russlands bestätigen, wäre dies laut Tusk ein Fall von Staatsterrorismus mit internationaler Bedeutung. Skrepezki hatte zuvor angebotenen Polizeischutz abgelehnt. Zwei zunächst festgenommene Männer aus Belarus wurden wieder freigelassen. Die Ermittlungen dauern weiter an.