Bundesanwaltschaft
Reichsbürger-Gruppe "Königreich Deutschland": Mutmaßliche Anführer angeklagt
Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen vier mutmaßliche Anführer der verbotenen Reichsbürger-Gruppe „Königreich Deutschland“ (KRD) erhoben. Unter den Beschuldigten ist auch KRD-Gründer Peter Fitzek, dem unter anderem der Betrieb eines unerlaubten Versicherungsgeschäfts und zahlreiche Fälle von Steuerhinterziehung zur Last gelegt werden.
Das KRD finanzierte sich laut Bundesanwaltschaft durch unerlaubte Bank- und Versicherungsgeschäfte sowie über Spenden, Geschenke und kostenpflichtige Seminare. Zwischen 2020 und 2025 habe die Organisation rund zehn Millionen Euro vereinnahmt.
Sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Sie lehnen demokratische und rechtsstaatliche Strukturen wie Parlament, Gesetze oder Gerichte ab. Im Jahr 2024 gehörten der Szene etwa 26.000 Personen an.