Robert Koch-Institut

RKI meldet mehr als 800 Hitzetote in Deutschland

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RKI meldet mehr als 800 Hitzetote in Deutschland
Bildquelle: Roy Zuo, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge starben in Deutschland bereits in den Wochen vor der großen Hitzewelle 810 Menschen. Der Zeitraum bezieht sich auf die Wochen zwischen dem 6. April und 21. Juli. Die überwiegende Mehrheit der Toten war demnach 85 Jahre alt oder älter. Insgesamt starben mehr Frauen als Männer im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen. Dies sei jedoch auch auf den hohen Frauenanteil in den älteren Altersgruppen zurückzuführen, so das RKI.

Ein hitzebedingter Anstieg der Gesamtsterblichkeit zeichnet sich laut RKI ab einer Wochenmitteltemperatur von über 20 Grad ab. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes lag die bundesweite Wochenmitteltemperatur in der Woche vom 15. bis 21. Juni mit 21,1 Grad zum ersten Mal in diesem Jahr oberhalb der Schwelle. In den meisten Fällen ist eine Kombination aus Hitze und bestehenden Vorerkrankungen für den Tod verantwortlich. Der RKI-Bericht für die Zahl der Hitzetoten in der Woche vom 22. bis 28. Juni, in der in Deutschland mehrere Tage hintereinander Höchstwerte erreicht wurden, steht noch aus.