Neue Bedrohung für deutsche Rüstungsindustrie

Sicherheitsbehörden prüfen mutmaßliches Attentatskomplott

Quelle: Die Zeit
Sicherheitsbehörden prüfen mutmaßliches Attentatskomplott
Bildquelle: unsplash Frederick Shaw

Deutsche Sicherheitsbehörden gehen dem Verdacht nach, dass Russland einen Anschlag auf Stefan Thumann, den Chef des Rüstungsunternehmens Donaustahl, vorbereitet haben könnte. Das Unternehmen liefert Drohnen an die Ukraine. Ein mutmaßlicher Agent soll Thumanns Wohnhaus und sein Umfeld ausgespäht haben. Nach seiner Flucht nach Spanien setzte offenbar eine weitere Verdächtige die Beobachtung fort. Beide wurden inzwischen festgenommen. Die Ermittler vermuten, dass russische Geheimdienste dafür unerfahrene Hilfskräfte anwerben, während mögliche Anschläge später von anderen Personen ausgeführt werden.

Thumann steht mittlerweile unter erhöhtem Personenschutz. Zusätzlich untersuchen die Behörden einen Lastwagen mit Sprengstoff, der offenbar nach Bayern unterwegs war. Auch hier wurden mögliche Kontakte zu einem russischen Geheimdienst entdeckt. Ein Anschlag auf einen deutschen Rüstungsmanager wäre eine neue Stufe der Eskalation von russischer Seite.