Covid-19-Pandemie
Spanische Maskenaffäre: 24 Jahre Haft für Ábalos
Der frühere spanische Verkehrsminister und ehemalige Organisationssekretär der PSOE José Luis Ábalos und sein Ex-Berater Koldo García wurden vom spanischen Obersten Gerichtshof wegen Korruption verurteilt.
Sie waren Teil eines Netzwerks, das sich während einer kritischen Phase der Covid-19-Pandemie an der Vergabe eines Maskenauftrags bereicherte. Der Auftrag umfasste die Lieferung von 13 Millionen Masken und lief über ein Unternehmen aus dem Umfeld des Unternehmers Víctor de Aldama. Im Gegenzug für die Auftragsvergabe erhielt Ábalos monatlich 10.000 Euro für „Fixkosten“, Bezahlung einer Wohnung, Jobs für zwei Frauen aus seinem Umfeld in öffentlichen Unternehmen, sowie Vorteile bei Immobiliengeschäften. Das Netzwerk war laut Urteil auch bei anderen Deals aktiv, unter anderem bei der Rettung der Fluggesellschaft Air Europa und bei der Vergabe einer Erdgas- und Ölkonzession.
Ábalos wurde zu 24 Jahren Haft verurteilt und García zu 19 Jahren. Aldama erhielt eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren, die aber wegen seiner Kooperation mit dem Gericht nicht vollsteckt werden soll.