Bertelsmann-Studie
Studie belegt ungenutztes Fachkräftepotenzial von Zuwanderern
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung sieht erhebliche Mängel bei der Integration von Zuwanderern in den deutschen Arbeitsmarkt. Laut der Studie arbeiten ausländische Arbeitnehmer häufiger in niedriger qualifizierten Positionen, selbst wenn sie eine anerkannte höhere Qualifikation haben. Die Gründe sind unter anderem sprachliche Hürden, komplizierte Anerkennungsverfahren für Berufserfahrung und Diskriminierung.
Demnach hat fast die Hälfte der Beschäftigten in Reinigungsberufen eine ausländische Staatsangehörigkeit, in der Lebensmittelherstellung sind es fast 44 Prozent. In der Tourismus- und Gastronomiebranche liegt der Anteil bei 36 Prozent und auch in der Pflege kommen über 20 Prozent der Beschäftigten aus dem Ausland.
Die Studie zeigt, dass der demografische Wandel in Deutschland das Problem in den kommenden Jahren weiter verstärken wird, wenn viele deutsche Arbeitnehmer:innen in Rente gehen. „Die Zahlen zeigen: Ohne Zuwanderung in beträchtlicher Höhe geraten viele Branchen in Schwierigkeiten“, so Tobias Ortmann, Arbeitsmarktexperte der Bertelsmann Stiftung.