Partei punktet bei Arbeitern

Studie sieht bei der AfD Widerspruch zwischen Wählerschaft und Programm

Quelle: Tagesschau
Studie sieht bei der AfD Widerspruch zwischen Wählerschaft und Programm
Bildquelle: unsplash Julia Taubitz

Eine Studie der Universität Tübingen kommt zu dem Ergebnis, dass die AfD trotz ihrer starken Unterstützung unter Arbeiter:innen wirtschaftspolitisch klar marktliberal ausgerichtet ist. Bei der Bundestagswahl 2025 wählten je nach Umfrage 30 bis 38 Prozent der Arbeiter:innen die Partei. Gleichzeitig ordnet die Studie 92 Prozent ihrer wirtschafts- und sozialpolitischen Positionen als marktliberal ein. Damit liegt die AfD zwischen Union und FDP. Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Floris Biskamp hat die Partei vor allem ihr Auftreten gegenüber Arbeiter:innen verändert, nicht aber ihre wirtschaftspolitische Linie. AfD Sozialpolitiker René Springer widerspricht und sieht die Partei als Vertreterin von Interessen wie Heimat, Familie und Leistung. Die Studie erklärt den Erfolg auch damit, dass Themen wie Migration und Globalisierung für viele Wähler:innen wichtiger geworden seien als klassische Verteilungsfragen.