Walrettung in der Ostsee
Wal schwimmt sich frei
Der Buckelwal, der tagelang vor Niendorf im Kreis Ostholstein auf einer Sandbank festgelegen hat, hat sich in der Nacht freigeschwommen. Das Tier ist aktuell in der Lübecker Bucht unterwegs, Boote sollen den Wal nun Richtung Nordsee eskortieren. Der Fall hatte weltweit große Aufmerksamkeit bekommen, Medien aus aller Welt berichteten von der Ostsee. Der Meeresbiologe und Walschützer Robert Marc Lehmann, der die Rettungsaktion unterstützt hatte, merkte an: „Am Ende ist das nicht die Rettung.“ Davon könne erst die Rede sein, wenn der Wal wieder zurück im Atlantik ist.
Buckelwale können sich in die Ostsee verirren, wenn sie Heringsschwärmen folgen, aber auch Unterwasserlärm von Schiffen kann die Orientierung der Tiere stören. Am Körper des Wals wurden auch Reste eines Fischernetzes gefunden in das er sich verfangen hatte. Laut der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) werden Schleppnetze, Stellnetze und Reusen in der Ostsee zum Fischfang eingesetzt, die zwischen 400 und 600 Jahre brauchen, bis sie verrottet sind. In Europa ist die Entsorgung von Fischereigerät auf See offiziell verboten.