Spur führt zu europäischen Autobauern
Waldrodung für E-Auto-Batterien
Der Nickelabbau für Elektroauto-Batterien zerstört auf der indonesischen Insel Sulawesi großflächig Primärwald. Mehr als 12.000 Hektar wurden bereits gerodet, zugleich gehen Ackerflächen und traditionelle Lebensgrundlagen der einheimischen Tolaki verloren. Analysen führen einen großen Teil des Waldverlusts in den Minengebieten Cahaya und Hengjaya auf den Bergbau zurück; betroffen sind auch Lebensräume bedrohter Arten.
Die Lieferkette reicht über den Rohstoffkonzern Huayou Cobalt zu Batterieherstellern wie CATL und LG, die unter anderem Volkswagen beliefern. Analysten schätzen, dass VW rund 70 Prozent seines Nickels aus Indonesien bezieht. Ein direkter Nachweis, dass Erz aus den untersuchten Minen in konkreten VW-Fahrzeugen landet, liegt jedoch nicht vor. Volkswagen kann eine Verbindung der genannten Unternehmen zur eigenen Lieferkette nicht ausschließen und verweist auf Umweltstandards und Satellitenüberwachung. Nickel erhöht die Speicherkapazität von Batterien, doch LFP- und Natrium-Ionen-Zellen kommen ohne den Rohstoff aus.