Hormus

Warum der Welthandel nach der Hormus Krise unsicher bleibt

Quelle: Die Zeit
Warum der Welthandel nach der Hormus Krise unsicher bleibt
Bildquelle: unsplash Planet Volumes

Die Straße von Hormus könnte nach einer Einigung zwischen den USA und dem Iran wieder geöffnet werden. Für die Weltwirtschaft bedeutet das aber noch keine Rückkehr zur alten Normalität. Hunderte Tanker und Frachtschiffe warten auf die Durchfahrt. Gleichzeitig warnen Fachleute vor Minen, Staus und möglichen Kollisionen, wenn zu viele Schiffe gleichzeitig starten.

Die Situation in der Straße von Hormus macht deutlich, wie stark der Welthandel von wenigen wichtigen Seewegen abhängt. Durch die Sperrung wurden Öl, Gas und Düngemittel knapp oder deutlich teurer. Auch wenn die Ölpreise nach einer Öffnung zunächst sinken könnten, bleiben viele Probleme bestehen: beschädigte Anlagen am Golf, höhere Transportkosten, längere Routen und unsichere Lieferketten.

Besonders hart trifft die Krise die Landwirtschaft. Weil Dünger fehlte oder zu teuer war, konnten viele Bauern nicht ausreichend düngen oder haben weniger ausgesät. Deshalb drohen schwächere Ernten und höhere Lebensmittelpreise, vor allem in ärmeren Ländern. Die Krise zeigt: Selbst wenn die Schiffe wieder fahren, ist die alte Sicherheit im Welthandel beschädigt.